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Udaipur, die ehemalige Hauptstadt Mewars wurde 1567 süd-westlich der alten Königsstadt Chittorgarh gegründet. Der günstigen Lage an den Ufern zweier Seen – Lake Pichola und Fateh Sagar- verdankt die Stadt ihren Titel „Venedig des Ostens“.
Umgeben von den sanften Hügeln der Aravalli-Berge ist Udaipur noch heute eine der schönsten Städte Indiens und man sucht im restlichen Rajasthans vergebens nach einer ähnlichen Stadt.
Zahlreiche Künstler ließen und lassen sich noch heute von Udaipurs Romantik inspirieren.

Die Altstadt, die sich um den Stadtpalast herum gruppiert, ist ein Labyrinth aus kleinen Straßen und verwinkelten Gassen. Ganz unverhofft steht man plötzlich vor einem prunkvollen Haveli oder einem geschmückten Tempel. Udaipurs glorreiche Vergangenheit scheint nur einen Wimpernschlag entfernt.

Gegründet von Maharana Udai Singh, ist Udaipur das Juwel Mewars, ein Königreich regiert von der Dynastie der Sisodias seit mehr als 1200 Jahren. Nach einem verheerenden Krieg mit den Mogul-Herrschern mussten sie ihre alte Hauptstadt Chittorgarh wegen ihrer ungünstigen Lage aufgeben und entschieden sich weiter im Süden in den schützenden Aravalli-Bergen zu siedeln. Auf Rat eines Weisens legten sie den Grundstein für ihre neue Hauptstadt an das Ufer des Pichola-Sees. Die neue Stadt bekam den Namen ihres Gründers Udai Singh.

 

Noch heute wird die Stadt von dem mächtigen Stadt-Palast, dem größten Palastkomplex Rajasthans, dominiert. Auf dem Rücken eines flachen Hügels gelegen überblickt er den Pichola-See. Die ersten Gebäude entstanden direkt um 1567, aber spätere Könige fügten zahlreiche Anbauten hinzu. Dennoch wirkt der Stadtpalast auf den ersten Blick überraschend uniform in seiner Erscheinung.
Heute beherbergt er neben der Privatwohnung des Nachfahrens des letzten Königs, zwei Luxushotels, ein Museum, eine Reihe von Läden und eine Schule. Ein kleiner Teil wird außerdem für administrative Zwecke genutzt.

Früher war Udaipur geschützt durch eine Stadtmauer die ringförmig um die Stadt herumgebaut war und elf Stadttore sowie eine Befestigungsanlage besaß. Von der Mauer sind heute nur noch einige Teilstücke sowie acht der ehemals elf Stadttore, die heute als Denkmäler geschützt sind, übrig. Die Stadt hat jedoch ihre einstige Begrenzung längst überwachsen und verfügt heute über circa 350.000 Einwohner.

 

Um die optimale Wasserversorgung ihrer Untertanen sicherzustellen erbauten die Herrscher Udaipurs ein ausgeklügeltes Damm- und Kanalsystem. Dadurch entstand das heutige Stadtbild mit dem großen oberen Stausee Fateh Sagar und den Verbindungsseen Swaroop Sagar und Rang Sagar. Verbunden durch Schleusen und Kanäle wird somit der Wasserstand des Pichola-Sees konstant gehalten und die Wasserversorgung der Bevölkerung gewährleistet

Udaipur ist in der ganzen Welt berühmt, hauptsächlich dank des Sommerpalasts Jag Niwas oder Lake Palace, der auf einer Insel im Lake Pichola gebaut wurde und den Königen als Sommerresidenz diente. Nachdem die ehemaligen Herrscher Rajasthans ihre Titel und Privilegien abgeben mussten, wurde Lake Palace an die prominente Hotelkette Taj Group geleast und zu einem Luxushotel ausgebaut. Prominente Gäste waren unter anderem Queen Elizabeth und Jacky Kennedy. 1982 wurde der James-Bond Film „Octopussy“ zum Teil in Udaipur gedreht und verewigte Lake Palace in den Analen der Filmgeschichte.Der zweite kleinere Inselpalast im Pichola-See ist der Jag Mandir, erbaut vom Maharana Karan Singh im 16ten Jahrhundert. Jag Mandir diente den Herrschern von Udaipur hauptsächlich als Gästehaus und beherbergte von 1623-1624 den Mogul Prinzen Khurram und späteren Kaiser Shah Jahan, der wie erzählt wird, von hier seine Inspiration für das Taj Mahal erhielt.

 

Während der Indischen Revolution von 1857 fanden englischen Flüchtlinge hier Obdach unter dem Schutz des Maharanas.

Die Herrscher von Udaipur trugen Sorge dafür das Udaipur immer grün und schattig war und erbauten zu diesem Zweck eine Reihe von Gärten in der Stadt. Viele von ihnen existieren noch heute und geben der Stadt ihr grünes Stadtbild und den damit verbundenen Spitznamen „Kashmir von Rajasthan“.
Am Wochenende zieht es zahlreiche Einwohner in die Parks wie Gulab Bagh (Rosengarten) oder Sahelion-ki-Badi (Garten der Jungfrauen) zum Picknick.

In der Altstadt befinden sich noch heute eine große Anzahl von Havelis, den ehemaligen Villen der reichen Händler und Adeligen. Das prächtigste und größte von ihnen, ist das Bagore-ki-Haveli, am Gangaur Ghat gelegen. Das ehemalige Haus einer einflussreichen Adelsfamilie ist heute ein Museum das seinen Besuchern die alte Lebensweise der Rajputen näher bringt. Neben einer Ausstellung von alten Gebrauchsgegenständen, Kleidung und Möbeln finden hier auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

 

Etwa 5 km außerhalb der Stadt, auf einem Hügel gelegen befindet sich der Monsun-Palast, eine Bauruine aus dem 18ten Jahrhundert. Die Bauarbeiten von Maharana Sajjan Singh begonnen, wurden nach seinem Tod nie zu Ende geführt. Heute beherrscht der Monsun-Palast die Skyline von Udaipur und Besucher die den Weg hinauf auf sich nehmen, werden mit einem großartigen Blick über die Stadt und die beiden Seen belohnt.
Die Hügel um den Palast herum wurden im Jahre 2002 zum Naturschutzgebiet erklärt und sind ein Rückzugsgebiet für die letzten Leoparden der Gegend. Der Palast beherbergt eine Ausstellung über die verschiedenen Tierarten der Aravalli-Berge.
Vor allem am Abend kommen viele Besucher hinauf um den Sonnenuntergang von dort oben zu erleben.

 

 

Auch um Udaipur herum gibt es zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten:

 
Eklingji (22km): Hier befindet sich der Tempel der königlichen Familie von Udaipur. Erbaut 734 n.Chr. ist er dem Gott Shiva geweiht.

Nagda (23km): In Nagda befand sich einst die ehemalige Hauptstadt Mewars. Heute ist nicht mehr viel davon zu sehen außer einiger halb im See versunkener Ruinen und dem alten Sas-Bahu Tempel. Der wunderschön restaurierte Tempel stammt aus dem 9ten Jahrhundert und ist reich mit Steinschnitzereien verziert. Einige davon zeigen erotische Szenen, wie viele Hindu-Tempel aus dieser Periode. Daher rührt auch sein Spitzname „Little Khajurao“.

Haldi Ghati
(40km): Das bezaubernde Haldi Ghati Tal mit seiner seltsamen gelben Erde war einst Schauplatz der legendären Schlacht zwischen Mogul Kaiser Akbar und Maharana Pratap, dem Herrscher Mewars. Die Schlacht von Haldi Ghati fand im Jahre 1546 statt und das Heer  Mewars unterlag. Nur dank seines Pferdes Chetak gelang dem Maharana die Flucht. Trotz schwerster Verletzungen trug ihn Chetak über einen breiten Fluss in Sicherheit ehe er in den Armen seines Herren starb. Einige Jahre später errichtete ihm der Maharana an dieser Stelle ein Denkmal, dass hier noch heute steht. Die vollständige Geschichte können Besucher im nahe gelegenen Maharana-Pratap-Museum erfahren. Doch auch ohne Vergangenheit ist das Haldi Ghati Tal einen Besuch wert, alleine um die landschaftliche Schönheit zu bewundern.

Kumbhalgarh (84km):

Ehemals war die Festung von Kumbhalgarh eins der wichtigsten Bollwerke im südlichen Rajasthan. Gelegen auf einer der höchsten Spitzen der Aravalli-Berge umgeben von einer 36km langen Mauer war es Rückzugsort der Herrscher von Mewar in Zeiten der Gefahr. Erbaut im 15ten Jahrhundert vom Maharana Kumbha Singh wurde es nur einmal in seiner langen Geschichte gestürmt, von den vereinten Armeen Marwars (Jodhpur), Ambers (Jaipur) und des Mogulkaisers Akbar Heute sind die Berge um Kumbhalgarh Nationalpark und beherbergen unter anderem eine der letzten großen Wolfspopulationen Indiens sowie Leoparden, die seltenen Dschungelkatzen und die kuriosen Lippenbären. An klaren Tagen kann man vom Fort aus weit über die Aravalli-Berge und bis hinüber nach Jodhpur sehen.


 
Jaisamand Lake (48km): The second largest man-made lake in Asia is stunningly situated amid green hills. Constructed already in the 17 th century by Maharana Jai Singh, it provides the city of Udaipur with drinking water. Situated in the chief tribal region of Rajasthan, it is a wildlife sanctuary and protection area. On top of the hills surrounding the lake are the two former summer palaces of the queens of Udaipur.

Molela (30 km): A picturesque village famous for its pottery.
 

Kumbhalgarh (84km): The second-most important fort of the former state of Mewar is perched high up in the Aravalli Mountains. It was the place of retreat for the kings in times of danger. Built in the 15 th century by Maharana Kumbha, it was captured only once in its history, and even then it needed the combined force of Moghul emperor Akbar, Amber (Jaipur) and Marwar (Jodhpur).

A 36km long wall on which 5 horses can gallop next to each other surrounds it. Today the mountain around Kumbhalgarh are declared a wildlife sanctuary, famous for its wolfs.

 

Ranakpur (60 km): Dieses kleine Dorf suchte sich im 15ten Jahrhundert die reiche Religionsgemeinde der Jainas oder Jains aus, um in aller Abgeschiedenheit ihren Tempel zu bauen. Der Jain Tempel von Ranakpur ist heute der größte und prächtigste seiner Art in ganz Indien und zieht Pilger und Touristen aus der ganzen Welt an. Erbaut 1439 ruht das Dach des luftigen Tempels auf 1444 Marmorsäulen, jede einzelne von ihnen mit reichen Schnitzereien verziert.
Durch seine geschickte Architektur scheint der Tempel stets ein majestätischer Ort der Ruhe und des Friedens zu sein und kann sich sicherlich mit den großen Kathedralen Europas messen.

Jaisamand Lake (48km): Der zweitgrößte künstlich angelegte See Asiens ist ein gigantisches Wasserreservoir für Udaipur. Von hier aus wird die Stadt seit Jahrhunderten mit Wasser versorgt, welches über Rohrleitungen knapp 50 km weit gepumpt wird. Der Staudamm wurde bereits im 17ten Jahrhundert von Maharana Jai Singh errichten lassen und seine prächtigen Marmorpavillons und Elefanten lassen einen oft die gewaltige Ingenieursleistung die hinter dem Projekt stand, vergessen. Auf den umliegenden Bergspitzen liegen die zwei Sommerpaläste der Königinnen von Udaipur.
Ehemals ein beliebtes Jagdgebiet der Herrscher von Mewar, ist der Jaisamand See und die umliegenden Berge heute ein Nationalpark. 

Jagat (55m): Eine ehemalige hinduistische Tempelanlage aus dem 9ten Jahrhundert, die bis auf einen Tempel von den Mogul-Kaisern zerstört wurde. Der letzte Tempel, geweiht der Göttin Durga, steht heute unter Denkmalschutz und kann besichtigt werden. Wie viele der zur selben Zeit erbauten Tempel weist auch dieser exquisite Steinschnitzereien mit zum Teil erotischen Szenen auf. Direkt nebenan stehen die weißen Zenotaphen einer ehemaligen Adelsfamilie.

Molela (30km):
Ein kleines Dorf berühmt für seine Töpferkunst aus dem typischen roten Ton der Gegend.

Chittorgarh (110km): Auf einem langen Hügel in der Ebene befindet sich hier die ehemalige Hauptstadt Mewars, die im 16ten Jahrhundert nach dem dritten erfolgreichen Angriff aufgegeben wurde. Noch heute gilt Chittorgarh als Symbol der Tapferkeit der Rajputen. Dreimal in ihrer Geschichte wurde die Stadt angegriffen und überrannt. Anstatt sich den Angreifern zu ergeben zogen ihre Einwohner es vor zu sterben. Die Männer ritten in gelbe Roben gekleidet todesmutig in die Schlacht, während die Frauen jauhar begangen, gemeinschaftliche Selbstverbrennung auf dem Scheiterhaufen um nicht dem Feind in die Hände zu fallen und entehrt zu werden.
Heute sind von der ehemals prächtigen Stadt nur noch Ruinen übrig. Dennoch kann man alleine durch die schiere Größe der Festung ihren ehemaligen Prunk erahnen.